Badia a Coltibuono

Badia a Coltibuono war von 1051 bis 1811 ein Kloster eines Benediktiner-Ordens in der Toskana. Die Mönche legten Weinberge und Oliven­haine an. Der Name bedeutet “Abtei der guten Ernte”. Die Schirmherr­schaft von Lorenzo de’ Medici brachte im 15. Jahr­hundert eine Blütezeit für das Kloster. Die Mönche mussten das Kloster letztlich verlassen, als Napoleon über die Toskana herrschte. Ein Vorfahre der Familie Stucchi Prinetti (heutige Besitzer) erwarb das Anwesen im Jahr 1846. Das Weingut in der Gemeinde Gaiole in Chianti gehört zu den schönsten der Toskana. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es unter der Leitung von Piero Stucchi Prinetti zu einem führenden Weinbau­betrieb mit einem hohen Ansehen im In‑ und Ausland. Die Tradition des einheimischen Weinbaus und eine natur­schonende, nachhaltige Bewirt­schaftung der Weinberge wurden hier schon frühzeitig als wichtige Werte erkannt. Die klassische Rebsorte Sangiovese steht im Mittelpunkt und wird mit einem hohen Anteil verwendet. Der traditions­reiche Chianti Classico (aus ca. 90% Sangiovese und 10% Canaiolo Nero) ist der Hauptwein des Sortiments. Der qualitäts­volle Rotwein ist noch ungeschliffen in der Jugend und entfaltet seine Aromen nach einigen Jahren Reifezeit. Bei Freunden des klassischen Stils hat Badia a Coltibuono einen gewissen Kultstatus. Das Weingut ist auch bekannt für erstklassige Varianten des Vin Santo. Der hochwertige, süße Dessertwein aus luft­getrockneten Trauben reift jahrelang im Holzfass. Piero’s Kinder (Emanuela und ihre drei Brüder) haben das Weingut mit einer Rebfläche von etwa 75 Hektar zu einem Vorreiter des biologischen Anbaus in der Toskana gemacht, mit einer großen ökologischen Vielfalt in den Weinbergen. Ihre Mutter Lorenza de’ Medici ist eine bekannte Persönlich­keit und erfolgreiche Kochbuch­autorin für die authentische Küche der Region. Es ist daher nicht überraschend, dass zu Badia a Coltibuono auch ein ausge­zeichnetes Restaurant gehört.

<<  Stichwörter